Unser Auftrag – Blick in die Zukunft

Bürgerinnen und Bürger, die sich nach einem Leben in vertrauensvoller Nachbarschaft mit gegenseitiger Unterstützung sehnen, machen es selbst: Sie setzen sich zusammen und gründen Vereine, Genossenschaften und andere Rechtsformen, um Wohnprojekte nach ihren Vorstellungen zu verwirklichen. In der Regel dauert es fünf bis zehn Jahre, ein solches Projekt in freiwilligem Engagement eigenständig zu realisieren.

Was im urbanen Raum allerdings oft fehlt, sind passende Grundstücke und bezahlbarer Wohnraum, der für gemeinschaftliches Wohnen und Leben geeignet ist. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, mit diesem Thema verstärkt an die Öffentlichkeit zu gehen sowie bestehende Initiativen mit kommunalen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen ins Gespräch zu bringen. Diese sind auf alternatives Wohnen und Leben nur unzulänglich vorbereitet, erst langsam entsteht ein öffentliches Bewusstsein für Wohnprojekt-Gruppen, genossenschaftliches Engagement und innovative Lebensformen im Alter.

Darüber hinaus entwickeln wir Bildungseinheiten für Wohnprojekt-Gruppen, die wesentliche Inhalte für das Gelingen ihres Vorhabens behandeln. Dazu gehören u.a. Kommunikationsmethoden, Feedback-Kultur und die Frage, wie Gruppen tragfähige Entscheidungen treffen können. Wohnprojekt-Gruppen haben jedoch nicht nur Bildungsbedarf, sie generieren ebenfalls neue Bildungsinhalte, die sich aus ihrem Erfahrungswissen ergeben. Auch diese gilt es aufzunehmen und in einen öffentlichen Diskurs zu stellen.